Düngemittelmarkt
Das Produktportefeuille der Zakłady Chemiczne "POLICE" SA im Düngemittelsegment besteht aus:
- Mehrkomponentendüngern, die auf der Grundlage von Ammoniumphosphat und Ammoniumsulfat sowie reinen, hochprozentigen Kaliumsalzen (Kaliumchlorid und Kaliumsulfat) sowie Magnesium sehr hoher Qualität hergestellt werden. Die Produktion findet in Anlehnung an Technologien der Firmen Fissons und Dorr-Olivier statt.
- Düngemittel auf Grundlage von Harnstoff, der in der Reaktion von Ammoniak mit Kohlendioxid synthetisiert wird.
Im Bereich der Mehrkomponentendünger sind die Zakłady Chemiczne "POLICE" SA eindeutiger Marktführer.
Der Sektor der Mineraldünger umfasst:
- das Segment der einfachen Düngemittel, d.h.:
- Stickstoffdünger (Harnstoff, Ammoniaksalpeter,Kalkammonsalpeter, Ammoniumsulfat);
- Phosphordünger (einfaches Superphosphat / SSP, doppeltes Superphosphat / DSP sowie dreifaches Superphosphat / TSP);
- Kaliumdünger (Kaliumsalze).
- das Segment der Mehrkomponentendünger (NP, PK, NPK, NK), darunter Komplexdünger und Mischungen.
Die polnische Stickstoffdüngerindustrie verfügt über jährliche Produktionskapazitäten in Höhe von ca. 1 700 000 Tonnen Stickstoff, was nicht nur für die Deckung des Inlandbedarfs ausreicht, sondern zusätzlich noch Exportverkäufe ermöglicht. Dagegen betragen die polnischen Herstellungskapazitäten im Bereich der Phosphor- und Mehrkomponentendünger ca. 700.000 Tonnen P2O5 jährlich und überschreiten damit den gegenwärtigen Inlandsbedarf (ca. 430.000 t/Jahr) beträchtlich.
Im Verlaufe der letzten Jahre unterlag die Verteilung der Struktur des Düngemittelverbrauchs in Westeuropa praktisch keinerlei Veränderungen. Einfachdünger stellen ca. 53 % des Verbrauchs dar, allerdings wird ein sehr großer Nachdruck auf die Anwendung von Mehrkomponentendüngern gelegt. Deren Anteil am Gesamtverbrauch kann auf eine Niveau von ca. 47 % eingeschätzt werden. Er folgt aus der Neigung der dortigen Bauern zum Einsatz qualitativ hochwertiger Düngemittel, da diese gleichzeitig alle notwendigen Nahrungskomponenten zur Verfügung stellen. In der polnischen Landwirtschaft stellt sich die Aufteilung des Verbrauchs der Düngemittel folgendermaßen dar: 66 % Einfachdünger und nur 34 % Mehrkomponentendünger. Das derzeit zu verzeichnende Düngungsniveau und die Struktur des Einsatzes der Düngemittel kann die Nahrungsbedürfnisse der Nutzpflanzen nicht erfüllen. Der weit von der Optimalen entfernte Düngemitteleinsatz ist ein Faktor, der die Erntemenge und damit die Rentabilität der Landwirtschaft stark einschränkt. Der relativ geringe Bedarf an Düngemitteln folgt vor allem aus der schwierigen finanziellen Situation vieler polnischer Höfe. Eine reale Hoffnung auf einen Anstieg des Verbrauchs an Düngemitteln gibt der Eintritt in die Europäische Union und die damit verbundenen strukturellen und wirtschaftlichen Veränderungen. Der Anstieg der durchschnittlichen Fläche eines Hofes (Konsolidierung), die Subventionen, die immer höhere Produktivität und die Intensivierung des Anbaus sowie der wachsende Verbrauch von Düngemitteln bewirken die Anpassung der Struktur des Düngemittelverbrauchs in der polnischen Landwirtschaft an das westeuropäische Modell. Seit Beginn der 90-er Jahre wächst der Verbrauch von Düngemitteln in Polen systematisch, wenn auch sehr langsam und mit Schwankungen. In den Jahren 2000 - 2003 gestaltete er sich auf dem Niveau von 91 - 93 kg NPK je Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche. Im Wirtschaftsjahr 2004/2005 betrug der Verbrauch 102,4 kg NPK je Hektar (gerechnet nach neuen Regeln). Generell kann gesagt werden, dass die Gestalt des polnischen Düngemittelmarktes vom inländischen Verbrauch (ca. 2/3 der Gesamtmenge) bestimmt wird. Die Größe des Imports und Exports ist ungefähr gleich und stellt 1/3 des Inlandsverbrauches dar.

